offizieller Podcast der Schwarzwald Tourismus GmbH
00:00:14: Hallo aus Deutschlands.
00:00:16: Schönster Genießerecke und größte Mittelgebirge, dem Schwarzwald!
00:00:20: Mein Name, Zara Rot.
00:00:22: Wenn ich nicht schon hier leben würde, ich käme zum Urlaub machen habe ich mir irgendwann mal gedacht und jetzt mache ich ein bisschen beides.
00:00:28: Nämlich einen Podcast über diese schöne Gegend.
00:00:30: da kommt man rum und euch nehme mich einfach mit!
00:00:34: Visit Black Forest ist der Podcast für alle die denen Schwarzwald kennen und lieben und solche die ihn kennenlernen wollen oder mal anders kennenlern wollen.
00:00:42: das hier ist eure Reiseinspiration.
00:00:44: in etwa zwanzig Minuten.
00:00:46: In dieser Folge geht es nach Baden-Baden aber nicht zum Baden.
00:00:49: Wir flanieren, denn das ist die Gangart in dieser Stadt.
00:00:53: Wir Flanieren auf den Spuren eines Mannes der vor zweihundert Jahren italienisches Flair und griechische Säulen nach Baden brachte – Friedrich Weinbrenner!
00:01:03: Und er hat eben nicht Weingebrannt sondern Häuser gebaut und entworfen…und was für welche?
00:01:08: Weinbremmer ist einer der großen Architekten des Klassizismus Sozusagen der badische Schinkel.
00:01:15: Ihm haben wir das Kurhaus in Baden-Baden zu verdanken und das gucken wir uns jetzt mal an, los geht's!
00:01:21: Da steht es weiß in der Sonne, dass Kurhaus im klassizistischen Stil mit Antiken einflüssen – Der Mittelpunkt der Kursstadt.
00:01:30: Ein bissel Toskana, ein bissle altes Griechenland.
00:01:33: Lange sollen alles streng symmetrisch.
00:01:35: Es wirkt wie ein Tempel oder wie ein Palast.
00:01:38: Das ist schön, wunderschön.
00:01:40: Jürgen Fischer Technischer Betriebsleiter, der Bäder- und Kurverwaltung Baden-Baden.
00:01:45: Und somit ein Angestellter des Landes Baden Württemberg.
00:01:48: Er arbeitet im Churhaus und ist dafür verantwortlich.
00:01:50: Für diese Folge ist er unser Weinbrennerexperte!
00:01:54: Wir haben uns heute getroffen um einem Mann die Ehre zu erweisen für diese Folge einen sehr bekannten Architekten.
00:02:00: was schauen wir uns zuerst an?
00:02:01: Genau also jetzt gucken wir erst mal dahinter die Kastanienbäume.
00:02:06: das seh man.
00:02:08: das heutige Rathaus Das ist das damalige Jesuitenkolleg.
00:02:13: Auch das wurde schon von Herrn Weinbrenner umgebaut, kurz nach der Jahrhundertwende, so nur in den Drehräumen im Jahrzehnt.
00:02:23: Der damaligen Kurbereich war alles ein bisschen zu klein.
00:02:29: Die Badeinrichtungen oder die Kur-Einrichtung waren zu klein, die Räume und die Säle waren für die gesellschaftlichen Veranstaltungen, die man mittlerweile hatte.
00:02:39: Und dann hat man sich überlegt, nachdem es erst zehn Jahre umgebaut war.
00:02:45: Hier so ist ein Idenkolleg also das heutige Rathaus.
00:02:48: Hat man sich hier überlegt was macht man denn?
00:02:50: Es ist immer noch alles viel zu klein und dann hätte man da oben am Marktplatz alles einreisen können und ein großes Haus hinstellen.
00:02:59: Das wollte man nicht, konnte man nicht.
00:03:00: War nicht genug Platz Und deshalb hat man sich entschieden, hier auf die Grüne Wiese zu gehen.
00:03:05: Hier in der Lichtenthaler Allee, diese Parkanlage-Lichtentaler Allee gab es schon lange.
00:03:11: Es gab... Wenn man vom Kurhaus steht!
00:03:14: Der heutige Linkeflügel ist die Gastronomie und da gab's schon ein Gastronomiehaus.
00:03:19: Und Herr Weinbrenner hat dann eben dieses Gebäude mit integriert in seinen neuen Konversationshautsbau Spiegelsymetrisch dazu auf der anderen Seite auch noch mal so einen Flügel angebaut.
00:03:36: Da ist das heutige Casino drin, damals war ein Theater untergebracht.
00:03:40: Können
00:03:40: wir uns das angucken während wir darüber reden?
00:03:42: Sie sagen übrigens alles aus dem Kopf ist ziemlich beeindruckend!
00:03:45: Also wenn es okay für sie ist, dass wir gleichzeitig laufen und sprechen?
00:03:48: Ja ich versuche das hinzukriegen.
00:03:51: Drüber des Casino gab's alles noch nicht.
00:03:54: Das war nur eine Terrasse.
00:03:55: Es ging praktisch los.
00:03:56: ab dem hinteren Giebel hier und hier so ein bisschen zurückgesetzt und ein bisschen vorgerückt waren die korinthischen Säulenfummen auf dem Weinbrennerwandel gegangen und dahinter ist der heutige Weinbrännersaal.
00:04:11: Der wurde natürlich nicht gleich nachem Architekt benannt, sondern er wird damals gebaut als Gartensaal... Was
00:04:17: ist denn ein Gartensaal?
00:04:19: Mit Blick auf den Kurgarten!
00:04:20: Für Tanzveranstaltungen oder...?
00:04:22: Für
00:04:22: Tanz-Veranstaltung für Bankett-Veranstaltingen.
00:04:27: Das war damals praktisch noch multifunktional nutzbar.
00:04:32: Man hat abends praktisch weggeräumt und hat dann auch Konzertveranstaltungen oder auch Hasatspiel gespielt, das war ein Glücksspiel oder ist immer noch ein Glückspiel?
00:04:41: Hazard aus dem französischen Zufall oder so.
00:04:45: Parasar heißt zufällig auf dem Französischen Okay.
00:04:49: also wenn das Glück eintrifft oder eben auch nicht Und wenn man alles verliert kann man immer noch schön in den Garten
00:04:53: gucken.
00:04:54: Genau, zwischen dem Theater und dem Weinbrennersaal war eine Bibliothek untergebracht.
00:05:00: Also es war eben schick heute denke ich auch noch sich gebildet zu geben.
00:05:05: Man konnte in der Lichenthaler alle flanieren.
00:05:07: In der linken Hand der Gastronomieflügel.
00:05:10: Und so hat man praktisch alles gehabt was man braucht zum Urlaub machen.
00:05:13: Das war ein bisschen die Hochzeit in der er gelebt hatte oder?
00:05:16: Unser Architekt... Die Hochzeit des Kurbetriebs oder was schon danach?
00:05:22: beginnende Hochlauf des Kurbetriebs.
00:05:25: Erst später hat sich es richtig vergrößert, damit dass die Deutsche Bahn oder damals noch die Reisbahn das Reisen erheblich erleichtert hat.
00:05:37: und was auch noch zum Kurbetrieb oder zum Tourismusbetrieb in Baden-Baden beigetragen hat war, dass eben oder in Frankreich die Glücksspielerei-Verbote wird.
00:05:52: Und dann war man auf der Suche nach einem grenznahen Ort, wo man weiterhin seiner Sucht und seinem Vergnügen fröhnen konnte...
00:06:03: Das ist schön dass sie das gleich so realistisch mit einpflegen!
00:06:06: Unser Architekt was macht ihn aus ihrer Sicht besonders?
00:06:10: Also gerade für Baden-Baden?
00:06:13: Warum hat er so viele Baubrojekte gerade im Casero machen dürfen?
00:06:17: weil er vom Maikraft, damit betraut wurde die relativ kleine Residenz statt Palsruhe zu entwickeln zur Landeshauptstadt von Baden.
00:06:33: Also das war dann schon, braucht man über viele Gebäude und die durfte dann eben Weinbrenner in seinem relativ neuen Stil dem Klassizismus durften selber dann bauen.
00:06:45: Das war top modern als der das da hingestellt hat!
00:06:48: Das war zwar schon ein bisschen gebraucht, weil es ja die Römer und die Griechen auch schon gemacht haben.
00:06:53: Aber damals war sich auf dieses Klassische zu beziehen.
00:06:57: War top modern – das war der letzte Schreiben!
00:07:02: Hallöle!
00:07:03: Ich bin's noch ganz kurz, gell?
00:07:05: Ein kleiner Ausflug in die Architekturgsschicht vor dem Klassizismus
00:07:08: war,
00:07:09: ne?!
00:07:10: Rokoko, genau!
00:07:12: Das heißt rüschel, ornamente Galore.
00:07:15: Zu viel gibt's nicht.
00:07:16: Fließende Linie, Marzvielpastell, überall Muschel, asymmetrische Stärfsaumussei.
00:07:22: Denn
00:07:23: halt
00:07:23: ab den Schnitts von der Klassizismus kommt er mit strenge Linien und Formen.
00:07:28: Das Pendel schwingt immer erst in die Eune und dann in die andere Richtung.
00:07:32: Na gut, kleiner Ausflug zu Ende, das war schon, gell?
00:07:34: Tschüssli!
00:07:35: Nach seiner Ausbildung in Italien Hat dort Studien durchgeführt, war auch in Pompeii und Herkulaneum.
00:07:44: Und hat sich da die römischen und griechen Bauten angeguckt.
00:07:49: Das war damals nicht so einfach mit den griechischen Gebäuden.
00:07:53: Weil das heutige Griechenland damals zum osmanische Reich gehörte... ...und da war halt Reisen nicht zu toll!
00:07:59: Deswegen ist mal wenn man da Studien durchführen wollte, erst mal nach Italien gegangen.
00:08:04: Da war das bei Weitem ungefährlich
00:08:06: auf.
00:08:09: Wilde Zeiten.
00:08:11: Und das
00:08:12: erklärt jetzt aber auch, warum
00:08:14: wenn wir hier sogar noch im Oktober stehen und uns
00:08:17: dieses Kurhaus angucken,
00:08:19: dass wir denken, wir könnten eigentlich auch in Italien sein, in Florenz oder so.
00:08:24: Florence Firenze – da war er tatsächlich unterwegs unter anderem!
00:08:31: Der kleine Friedrich, siebzehntundsechs und sechziger Jahrgang verliert mit acht Jahren seinen Vater ein Hofzimmermeister.
00:08:38: Erst führt die Mutter die Geschäfte weiter aber als Friedrich fünfzehn Jahre alt ist stirbt
00:08:41: auch Sie!
00:08:42: Also er muss schnell in die Fußstapfen treten wie seine Geschwister auch das Geschäft erlernen und Verantwortung übernehmen.
00:08:48: Er besucht eine Handwerksschule lernt freizeichnen.
00:08:51: dann findet er einen Förderer.
00:08:52: der schickt ihn aufs Gymnasium Mit zwanzig.
00:08:55: dann bekommt er einen Job ins Zürich.
00:08:57: Von daraus zieht es ihn weiter nach Lausanne, denn eigentlich will er dort nur Französisch lernen und dann schnell weiter nach Paris und die Baumeister dort studieren.
00:09:04: Aber dann stirbt seine ältere Schwester – er muss sich in Karlsruhe zurück um alles kümmern….
00:09:08: aber schließlich schafft er es doch noch weg!
00:09:11: Aus der Heimatstadt und zwar nach Wien an die Bauakademie zum Studieren.
00:09:15: Wien ist ihm aber auf Dauer zu rockoko, er schaut dann mal was in Dresden so geht!
00:09:19: Nach zwei Wochen wird ihn da langweilig.
00:09:21: Berlin scheint interessanter also hopp.
00:09:23: Und dann endlich im Mai, siebzehnhundertzweiundneinzig als Mitzwanziger unternimmt er eine Studienreise nach Italien.
00:09:30: Ja und dort zieht er sich alle Kunst- und Baudengenmehlereien die man so kennt von Mainland über Genoa, Pisa, Florenz bis natürlich nach
00:09:37: Rom.
00:09:38: Wenn einer eine Reise tut kann er Säulen bauen Wie der Angelina sagt, und das macht der Weinbrenner dann auf.
00:09:46: Jetzt steht hier in goldenen Buchstaben viel Harmonie-Weinbrennersaal.
00:09:51: Zwei dicke Türen.
00:09:53: Das ist ja super schaltig!
00:09:56: Da merkt man gleich, dass es gemacht für... Hier waren Akustiker auch wahrscheinlich beschickt?
00:10:01: Hier waren schon mehrere Akustika und haben den Raum akustisch verbessert.
00:10:08: genau was wir jetzt hier sehen Bühnenaufbau von einem klassischen Orchester.
00:10:16: Der Weinbrennersaal ist nämlich heute die Heimat unserer Philharmonie in Baden-Baden.
00:10:23: Über diese fabelhafte Akustik würde sich der alte Weinbremner sicher freuen, so klingen sie die PhilharMonikerinnen und PhilharMONiker im Weinbreenersaal!
00:10:47: Der Herr Weinbredner hat den Raum ursprünglich spiegelsymmetrisch gebaut und hier war es also so dass diese Empore, die Sie hier sehen auch spiegelsymmetrisch auf der anderen Seite war.
00:10:58: Das hat man heute zugebaut, braucht man immer.
00:11:01: Heute ist das die Künstlerin in Garderobe.
00:11:04: Praktisch es war mehr multifunktional.
00:11:06: wenn da jetzt im berühmten Musiker ihnen zu Gast waren Baden-Baden dann hat man vielleicht ein Klavier oder einen Flügel in die Mitte vom Raum gestellt und es hat man sich praktisch dann so drum herum gruppiert.
00:11:21: Ballveranstaltung war, dann war es natürlich schon schön auf eine der beiden Emporen zu sein oder wenn die Nähe ein Essen war.
00:11:33: Das ist natürlich auch immer exklusiv, wenn man dann auf der Empore Platz nehmen kann genau.
00:11:39: Wir haben hier also Kronleuchter von ...
00:11:43: Die sind original, genau!
00:11:46: Keine Ahnung, man sieht einfach selten so große Kronenlöchter.
00:11:50: Was hat der für ein Durchmesser?
00:11:51: Drei Meter?
00:11:52: Kleine Schätzfrage!
00:11:53: Was wiegt er?
00:11:56: Naja vielleicht...
00:11:57: Vierundzwanzig Kilo genau richtig.
00:11:59: Vierhundertvierund zwanzig kilo?
00:12:01: Genau.
00:12:02: So viel wie in Polnit.
00:12:05: Hier sprünglich gab es einen Baden-Baden-Kurr-Eukästern Und man hat praktisch jedes Jahr wieder die Musiker-Innenfrisch rekrutiert.
00:12:12: In den letzten Jahren ist in Skurhaus eine Heizung eingebaut worden, davor war es unbeheizter Bau nur für den Sommer, weil das Sommerhauptstadt von Europa.
00:12:25: Dann hatte man praktisch die Möglichkeit, die Musikerinens ganze Jahr zu beschäftigen und entsprechend kriegt man dann natürlich bessere Leute, im Frühjahr immer noch keine Anstellung haben, das sind natürlich in der Qualität nicht so gut wie die an langfristigen Verträgen interessiert sind und insofern ist dann die Qualität der Musiker immer besser geworden.
00:12:51: Durch
00:12:51: die Heizung?
00:12:52: Mit durch die Heitzung oder besser gesagt durch den ganzjährigen Vertrag.
00:12:55: und da hat sich dann praktisch so sukzessive die heutige Philharmonie rauskristallisiert
00:13:05: So, fotografieren und filmen von Gästen nicht erlaubt.
00:13:08: Sprechende Kleidung haben Sie jetzt aber auch nicht an Herr Fischer?
00:13:12: Ja!
00:13:12: Sie tragen eine Sportjacke.
00:13:14: Zum Glück ist noch nicht offen.
00:13:15: Spielbetrieb
00:13:16: hat noch nicht geöffnet.
00:13:20: Vorher... Also morgens gibt es Führungen und der Spielbetrieb beginnt erst in so einer Stunde.
00:13:33: Oh mein Gott Mein Herz schlägt das ein bisschen höher, wenn ich in diesem Raum bin.
00:13:37: Ich sage es Ihnen ganz ehrlich... Es ist so schön!
00:13:40: Das ist wunderschön!
00:13:42: Die Holzverteffelungen im ganzen Raum sind natürlich wundeschön und die Decke ist historisch.
00:13:50: Das sind wir den Herrn Bennersee, einer der ersten Betreiber des Casinos und er hat eigentlich die Casino-Sache richtig groß gemacht.
00:14:00: Der Sitzer am Schreibtisch macht gerade Abrechnung
00:14:03: Genau, da macht gerade seine Riesenabrichtung.
00:14:04: Das sieht so aus!
00:14:09: Wenn man nach links kommt dann ist da sozusagen eine Rezeption oder da kann man auch umtrauschen lassen?
00:14:15: Da ist die heutige Rezeptioon.
00:14:17: Das hat man acht Jahren umgebaut.
00:14:21: Früher war da eine Tegenanlage und man konnte gar nicht zu weit reingehen wie heute.
00:14:27: Da war hinter dieser Tegenanlage natürlich ein Riesenberg-Akten, weil die sogenannte Spielerkartei musste ja geführt werden.
00:14:35: Das war damals Papier.
00:14:36: Heutzutage hat es auf einem kleinen Computerchipplatz und deswegen kann man jetzt die Rezeption wesentlich schöner mit mehr Platz für die Leute ausbauen genommen.
00:14:46: Aber was das immer noch hat – obwohl's moderner gemacht wurde ist….
00:14:50: Also ich hab hier auch ein kleines Also so ein Jugendstil Bauhaus-Gefühl ist es aber inzwischen fast so ein bisschen eklektisch, muss ich sagen.
00:14:59: Von den verschiedenen Stilen die hier verwendet werden?
00:15:05: Die großen Räume im Casino diesen tatsächlich noch relativ unberührt, aber an den Randbereichen hat sich natürlich bis zum gewissen Grad jede Generation an Architekt innen.
00:15:20: Hat da was verbessert, was dran gebaut.
00:15:22: und dann ist natürlich immer die Frage wie mache ich das?
00:15:26: Mache ich dann etwas zu dem zu der Zeit modernes dazu oder probiere ich den alten Stil zu kopieren?
00:15:34: Als es ihr Eindruck hat es Ihnen früher besser gefallen hätten Sie es gerne im Originalzustand so wie es der Weinbrennermal gebaut hat mit den originalen Möbeln in dem Stil dass alles aus einem Guss scheint.
00:15:45: oder finden sie das lustig wenn sich sowas Modernes dicken alten Goldrahmen mischt.
00:15:51: Also ich denke, wenn es geschmackvoll kombiniert ist führt ja letzten Endes irgendwann kein Weg dran vorbei weil die Möbel sind irgendwann abgelebt und dann heißt das automatisch Ich muss irgendwann die Bezüge neu machen oder ich muss das Möbeln an sich nachbauen Und wie gesagt geht meistens schief das so exakt nachzubauen.
00:16:18: Vor sechs Jahren, glaube ich oder sieben Jahren erst mal einer unserer Kandelaber kaputt gegangen weil jemand mit dem Gabelstabler der Gegengfahrer ist und es war ein unglaublicher Aufwand diesen Gusskandelaber wieder so herzustellen wie der Mal war.
00:16:36: Und ich glaube also das war schwierig jemand zu kriegen Der das macht, sind Künstler die das machen.
00:16:43: Keine Handwerke in dem Sinn, sondern kann man auch eine Druckmache oder die.
00:16:47: mache das dann auch schneller und ich denke in der nächsten Generation wenn wieder so was kaputt geht, wenn wieder sowas vorfällt wird es immer schwerer Leute zu kriegen, die das noch können weil halt einfach heutzutage Werte für andere Dinge gelegt werden.
00:17:03: Jetzt sind wir also die große Freitreppe nach oben gelaufen und sind jetzt im Vorraum.
00:17:10: Der aussieht wie so ein Konferenzraum, aber aus einem Märchen.
00:17:13: Weil das hat diese runden Fenster mit diesen Mandelaas drin, mit diesen Rosen...
00:17:20: Das ist der Vorraum, durch den man auch die Emporer tritt und ich wollte Ihnen einmal den Blick
00:17:26: von oben... Ach da kann man sich das schön vorstellen oder?
00:17:30: Also ich meine es kann doch jetzt noch mit dem Raum vom Wiener Opernball mithalten.
00:17:34: Kann man
00:17:34: sich richtig schön vorstellen, wie man da unten auf dem Paket schön tanzen kann!
00:17:38: Also ich denke, wenn Sie wieder zurück sind, wird es wahrscheinlich den Weg an die Touri-Info machen und werden sich eine Abo-Karte für die Philharmonie kaufen.
00:17:49: Und werden fortan jedes Konzert hier verfolgen auf der Empore.
00:17:55: Ich möchte dann aber auch gerne bitte den Platz hier in Empore, Reihe Eins!
00:17:59: Das wird dann meiner.
00:18:00: Da können sie meinen Initialen auf den Sitz schicken.
00:18:06: Was man jetzt nicht sehen kann, Herr Fischer hat sich die weißen Baumwollhandschuhe angezogen und ich darf da nichts anfassen.
00:18:12: Ich darf nur gucken!
00:18:16: Mein Brenner war kein Freund großer Farbenfreudigkeit merkwürdigerweise den Standpunkt vertreten, dass die Farbenfrage für die Wirkung eines Bauwerks ziemlich belanglos sei.
00:18:29: Okay
00:18:30: ja man stelle sich das Kurhaus in Knall-Pink vor?
00:18:32: Genau.
00:18:33: also ich finde es dann wirkt doch anders.
00:18:38: Was ich da bemerkenswert find ist der Unterton Stürzenacker der da ja schon eine ganz ordentliche Kritik in dieses merkwürdige Weiserein
00:18:48: legt.
00:18:51: Hallöle!
00:18:52: Ich bin's nur ganz kurz, gell?
00:18:53: August Stürzen-Akawao Architekt.
00:18:59: Und wie man hört hat er es nicht so mit dem Weinbrenner gehabt.
00:19:04: Na ja auf Toderumhacker ist jetzt aber auch nicht die feine englische Art.
00:19:07: Das war's schon.
00:19:08: Tschüssli!
00:19:09: Und ich finde auch indem man dann so ein Text reproduziert, wertet man ja auch das die Arbeit vom Heimweinbrennen.
00:19:17: Ach
00:19:18: du liebe Zeit, ich lese es hier gerade.
00:19:20: Der architektonische Charakter seiner Werke ist derjenige, der äußersten Trockenheit, Dürftigkeit, Charakterlosigkeit und künstlerischen Impotenz.
00:19:31: Alter Schwede!
00:19:32: Das ist ein Verriss.
00:19:33: Oh,
00:19:34: das
00:19:35: ist ein richtiger Diss.
00:19:38: Und wenn ihr euch jetzt wundert... Hä?
00:19:40: Weinbrenner war doch aus Karlsruhe und die Hälfte aller Gebäude sind auch da
00:19:44: ja?!
00:19:44: Das stimmt.
00:19:45: Das verdient eindeutig eine Extrafolge!
00:19:48: Weinbrenner ist in Karlsruhe geboren und gestorben, als badischer Baudirektor hat er das Gesicht der Residenz statt wie kein anderer geprägt.
00:19:54: Er hat die barocke Fächerstadt um einen Nord-Südachse erweitert – heute bekannt als Kalfriedrichstraße.
00:20:00: Er ist verantwortlich für die erste badische Denkmalschutzverordnung von ihm IST.
00:20:04: Die Synagoge auf dem heutigen Platz der Grundrechte, die ist leider abgebranden, der Marktplatz mit der Pyramide Gibt's noch evangelische und katholische Stadtkirche St.
00:20:14: Stefan, der Rondellplatz und das markgräfliche Palais?
00:20:18: Also Grund genug mal wieder nach Karlsruhe zu flanieren für eine Folge oder ihr macht es alleine zumal im Jahr auch das Weinbrennerjahr ist.
00:20:27: Solltet Ihr in Karlsroh sein empfiehlt sich eine spezielle Stadtführung über ihn und sein Lebenswerk!
00:20:33: Wenn Ihr noch mehr über Baden-Baden erfahren wollt dann scrollt mal in der Episodenliste runter bis zur Folge Knospen, Kultur und Kutschen.
00:20:42: Da war ich nämlich mal im Frühling in der Kurstadt unterwegs!
00:20:46: Ich möchte zum Schluss hier nochmal einen kleinen Disclaimer reinbauen – wenn ihr jetzt unter dem Vorwand eines architekturhistorischen Ausflugs nach diesem Podcast ins Casino Baden-Baden einläuft und euer ganzes Taschengeld verspielt?
00:20:58: Ich bin nicht dafür verantwortlich.
00:21:00: Ihr seid alle schon selber groß!
00:21:02: Aber vergesst nicht, euch schick anzuziehen.
00:21:04: Krawatte und gute Schuhe muss schon sein!
00:21:06: Solltet ihr jedoch nicht euer ganzes Taschengeld verspielen sondern was gewinnen?
00:21:09: Dann denkt auf jeden Fall an eure Lieblings-Podcasterin die euch zu diesem Ausflug inspiriert hat gell?
00:21:14: Zwingersmiley ist ja quatsch.
00:21:15: ne jetzt Realtalk.
00:21:17: wenn euch der Podcast gefällt.
00:21:18: alles was ich möchte ist sagt es weiter abonniert ihn und bis bald im Wald eure Zara.